Dienstag, 20. Mai 2014

Ernsthaftes Beten vermag viel zu bewirken

 
Das Foto ist von http://www.bigfoto.com/

Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt; aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott. Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Soldaten, gebunden mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür verwahrten das Gefängnis.
   Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete im Kerker; und er schlug Petrus an die Seite, weckte ihn und sagte: „Steh schnell auf!“ Und die Ketten fielen ihm von den Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und binde deine Sandalen unter! Er aber tat es. Und er spricht zu ihm: „Wirf dein Oberkleid um und folge mir!“ Und er ging hinaus und folgte und wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; er meinte aber, eine Erscheinung zu sehen.

   Als sie aber durch die erste und die zweite Wache gegangen waren, kamen sie an das eiserne Tor, das in die Stadt führte, das sich ihnen von selbst öffnete; und sie traten hinaus und gingen eine Straße entlang, und sogleich schied der Engel von ihm.

   Und als Petrus zu sich selbst kam, sprach er: „Nun weiß ich in Wahrheit, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich gerettet hat aus der Hand des Herodes und aller Erwartung des Volkes der Juden.“ (Apostelgeschichte 12)


Vereinfacht gesagt geht es in der Geschichte darum, dass König Herodes den Petrus ins Gefängnis geworfen hatte und so der neuen christlichen Bewegung in Palästina den „Kopf“ abschlagen wollte. Aber er hatte die Rechnung ohne den Wirt – in diesem Falle die Jerusalemer Gemeinde gemacht. Die beteten ohne Unterlass für die Freilassung des Petrus. Und – das erbetene WUNDER geschah. So jedenfalls erzählt es das Neue Testament 

Ob jemand dieser Geschichte nun glaubt oder nicht, bleibt jedem selber überlassen. Ich tue es! Für mich aber bedeutsam ist hier der geschilderte Zusammenhang zwischen Fürbitte und Wunder! Man könnte sich hier die interessante Frage stellen, ob Gott auch ohne die Fürbitte der Gemeinde das Wunder gewirkt hätte. Persönlich wäre ich mir da nicht so sicher, aber das bleibt natürlich Spekulation.
   So aber blieb am Ende des Tages wieder mal die Erkenntnis: Ein ernstlich Gebet vermag viel zu bewirken!

Freitag, 9. Mai 2014

Eine genutzte Chance wurde zum entscheidenden WENDEPUNKT

Das Foto ist von http:/www./bigfoto.com/
 

Da sagte sie: Wie ihr sagt, so sei es! Und sie entließ sie, und sie gingen weg. Sie aber band die rote Schnur ins Fenster. 

Manche große Chance im Leben kommt völlig unverhofft. So wie die Chance, die die kanaanitische Dirne Rahab erhielt, als Josua und das Volk Israel sich an der Jordangrenze gelagert hatte und zum Angriff auf Kanaan bereit machte. Zwei von Josua ausgesandte „Spione“ hatten in ihrem Haus in Jericho Nachtquartier bezogen. 

Natürlich war der Aufmarsch Israels an der Landesgrenze nicht unbemerkt geblieben. Er war das Gesprächsthema Nummer 1 im Lande Kanaan. Furcht und Schrecken war unter den Bewohnern ausgebrochen und solchermaßen alarmiert, waren die beiden „Spionen“ nicht unbemerkt geblieben: Da schickte der König von Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir gekommen und in dein Haus eingekehrt sind! Denn um das ganze Land zu erkunden, sind sie gekommen. 

Man muss kein Prophet sein, um sich das weitere Schicksal der beiden Kundschafter vorzustellen, wenn die Geschichte nun ihren normalen Verlauf genommen hätte. Aber Rahab reagierte überraschend:  Die Frau aber nahm die beiden Männer und versteckte sie. Und sie sagte: Ja, die Männer sind zu mir gekommen, aber ich habe nicht erkannt, woher sie waren. Als nun das Tor bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen werden sollte, da gingen die Männer wieder hinaus; ich habe nicht erkannt, wohin die Männer gegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie einholen! 

Das erfüllte den Tatbestand des Landesverrats. Wenn die Boten des Königs gesucht und die „Spione“ im Hause Rahabs gefunden hätten, hätte ihr sicherlich schlimmste Ungemach gedroht. In dieser bedrohlichen Lage gemeinsame Sache mit dem Feind zu machen, war das aus kanaanitischer Sicht wohl das schlimmstmögliche Verbrechen. Warum also ging Rahab dieses unglaublich große Risiko ein? Aus Nächsten - oder Menschenliebe? 

Keineswegs! Sondern aus kühler Berechnung. Denn als die Verfolger fort waren, ging zu den versteckten Spionen und sprach zu ihnen: Ich habe erkannt, dass der HERR euch das Land gegeben hat und dass der Schrecken vor euch auf uns gefallen ist, so dass alle Bewohner des Landes vor euch mutlos geworden sind. ...So schwört mir nun beim HERRN, weil ich Gnade an euch erwiesen habe, dass auch ihr an meines Vaters Haus Gnade erweisen werdet! Und gebt mir ein zuverlässiges Zeichen, dass ihr meinen Vater und meine Mutter und meine Brüder und meine Schwestern samt allem, was zu ihnen gehört, am Leben lassen und unsere Seelen vom Tod retten werdet!  

Nun war die Katze aus dem Sack! Rahab schlug den beiden „Spionen“ einen Deal vor. Deren Leben für das von ihr und ihrer Familie! 

Und sie erhielt, was sie wollte: Da sagten die Männer zu ihr: Unsere Seele soll an eurer Statt sterben, wenn ihr diese unsere Sache nicht verratet, (und wir unseren Eid nicht halten). Und es soll geschehen, wenn der HERR uns das Land gibt, dann werden wir Gnade und Treue an dir erweisen. Als Zeichen wurde das Befestigen einer roten Schnur vereinbart, so dass das Haus bei der Eroberung Jerichos unangetastet bleiben würde. 

Als dann einige Zeit später Josua tatsächlich Jericho eroberte und es samt Bewohnern dem Erdboden gleich machte, gedachte er der Tat Rahabs: Zu den beiden Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten, sagte Josua: Geht in das Haus der Hure und führt die Frau sowie alles, was zu ihr gehört, von dort heraus, wie ihr es ihr geschworen habt! 

So kamen die Dirne Rahab und ihre ganze Familie mit dem Leben davon, weil die Frau im entscheidenden Moment ihre Chance erkannte und nutzte. Sie war ein großes Risiko eingegangen... und Alles gewonnen. Und taucht später sogar in der Vorfahrenliste von König David und Jesus auf.

An ihrem Beispiel sieht man, dass man manchmal eine sich bietende „göttliche“ Gelegenheit beim Schopfe packen sollte. Selbst auf die Gefahr hin, sich bei bei einigen Zeitgenossen unbeliebt zu machen. Ein ein einziger gut genutzter Moment kann den entscheidenden UNTERSCHIED ausmachen, kann zum entscheidenden WENDEPUNKT im Leben werden
 

Donnerstag, 8. Mai 2014

Gott vertrauen!



Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist! Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen     (Jeremia 17,7 + 8)

Wie prachtvoll ist doch der Baum auf dem Foto anzusehen. Er strotzt vor Lebenskraft und braucht sich um seine Wasserversorgung keine Sorgen zu machen. Bei dem dürren Baum im Hintergrund mag dies vielleicht etwas anders aussehen. Da müssen die Mitarbeiter des Botanischen Gartens, wo ich dieses Foto aufgenommen habe, vielleicht  bei langanhaltender Hitze doch einmal nachhelfen. 

In dem Bild des alttestamentarischen Bibelverses wird ermutigt, wirklich sich im Leben voll auf den HERRN zu verlassen. Je mehr, umso besser! Und natürlich heißt das nicht, dass man keine Fehler machen dürfte oder sich nicht auch mal verlaufen könnte. Solche Dinge passieren im Leben und können als Erfahrungen verbucht werden. 

Im Grunde genommen gibt es eigentlich nur einen Fehler, den man besser nicht begehen sollte. Sich nicht - oder nicht mehr - auf den HERRN zu verlassen! Man schneidet sich damit, um im Bilde zu bleiben, vom wirklichen Lebensquell ab und wird vielleicht zum „dürren Baum“ im Hintergrund des Fotos: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom HERRN weicht! Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Steppe und nicht sehen, dass Gutes kommt. 

Vielleicht ist dieser Prozess auch manchmal schleichend. Ursprünglich ein kraftstrotzender Baum, haben sich möglicherweise Halbherzigkeiten, fragwürdige Kompromisse usw. ins Leben eingeschlichen. Man vertraut noch irgendwie dem HERRN, aber hat  sich auch noch anders ausgerichtet und abgesichert. Und die Blätter beginnen nach und nach zu welken, und irgendwann wacht man eines Morgens auf und stellt fest, dass man einem dürren Strauch in der Steppe gleicht. 


Samstag, 26. April 2014

Die Auferstehung Jesu: Unauflösbare Widersprüche in den vier Evangelien? (2)


(Fortsetzung des ersten Teils):

Nehmen wir nun noch den Johannes-Bericht hinzu, so wird der unauflösbare Widerspruch en detail völlig offensichtlich:
 Maria aber stand draußen bei der Gruft und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich vornüber in die Gruft und sieht zwei Engel in weißen Kleidern dasitzen, einen bei dem Haupt und einen bei den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen hatte. Und jene sagen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Weil sie meinen Herrn weggenommen und ich nicht weiß, wo sie ihn hingelegt haben.

Als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich zurück und sieht Jesus dastehen; und sie wusste nicht, dass es Jesus war. Jesus spricht zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie, in der Meinung, es sei der Gärtner, spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast! Und ich werde ihn wegholen.

Jesus spricht zu ihr: Maria! Sie wendet sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni! - das heißt Lehrer. Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott!

Maria Magdalena kommt und verkündet den Jüngern, dass sie den Herrn gesehen und er dies zu ihr gesagt habe.

In diesem Johannes-Bericht findet die Begegnung zwischen Jesus und Maria Magdalena am Grab statt, und nicht wie im Matthäus-Bericht auf dem Wege zu den anderen Jüngern. Dies ist ein so völlig offensichtlicher unauflösbarer Widerspruch, den selbst ein Kleinkind erkennen kann. Und man sich fragt, wie es kommt, dass ein so offensichtlicher Sachverhalt von vielen Christen ignoriert wird. Greift hier das vielleicht das bekannte Wort: “Was nicht sein darf, das nicht sein kann?“

Fortsetzung folgt

Die Auferstehung Jesu: Unauflösbare Widersprüche in den vier Evangelien?




Wenn man sich die vier Auferstehungsberichte der Evangelisten oberflächlich anschaut, würde jeder sagen: „In den KERNAUSSAGEN stimmen die Berichte überein, aber in den DETAILS gibt es solche großen Widersprüche, dass man da von Fehler ausgehen muss!“ 

Ein großer Teil der Christenheit hat damit überhaupt kein Problem. Fehler entsprechen nun mal der menschlichen Natur. Und Evangelisten und vorherige Berichterstatter waren halt auch nur Menschen. Also könnten Fehler in den Details passiert sein. 

Damit haben aber eine Reihe von Christen ein Problem. Denn sie sind überzeugt, dass die Bibel von Gott inspiriert wurde und folglich keine Fehler enthalten dürfe. Denn ein allmächtiger Gott macht halt keine Fehler und hätte die Schreiber der Bibel davor auch bewahrt.

Wie aber verhält es sich nun wirklich? Kann man alle Widersprüche in den Details auflösen? Oder bleiben zumindest einige zwingend unauflösbar? Um das nun zu klären, muss man wohl in medias res gehen. Hier also der Bericht des Evanglisten Markus, des wohl ältesten Textes:

„Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kommen sehr früh am ersten Wochentag zu der Gruft, als die Sonne aufgegangen war  Und sie sprachen zueinander: Wer wird uns den Stein von der Tür der Gruft wegwälzen? Und als sie aufblickten, sehen sie, dass der Stein zurückgewälzt ist; er war nämlich sehr groß. 
Und als sie in die Gruft eintraten, sahen sie einen jungen Mann zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem weißen Gewand, und sie entsetzten sich.Er aber spricht zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hingelegt hatten. Aber geht hin, sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er euch nach Galiläa vorausgeht! Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.                                                                          
Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft. Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen, und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich. Als er aber früh am ersten Wochentag auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.“ 

 Ich fasse die wesentlichen Bausteine des Textes kurz zusammen:   
  • Drei Frauen – unter ihnen Maria Magdalena - kommen ans leere Grab Jesu
  • Ein Engel redet mit ihnen und gibt ihnen einen Auftrag.
  • Sie fliehen entsetzt und führen den Auftrag nicht aus
  • Jesus erscheint Maria Magdalena und erneuert den vom Engel gemachten und bislang nicht ausgeführten Auftrag.

Kommen wir nun zum Matthäusevangelium. Hier wird es so geschildert:

Aber nach dem Sabbat, in der Morgendämmerung des ersten Wochentages, kam Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen. Und siehe, da geschah ein großes Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam aus dem Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.Sein Ansehen aber war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aber aus Furcht vor ihm bebten die Wächter und wurden wie Tote. Der Engel aber begann und sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Denn ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.

Er ist nicht hier, denn er ist auferweckt worden, wie er gesagt hat.      Kommt her, seht die Stätte, wo er gelegen hat, und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er von den Toten auferweckt worden ist! Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Und sie gingen schnell von der Gruft weg mit Furcht und großer Freude und liefen, es seinen Jüngern zu verkünden.Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten zu ihm, umfassten seine Füße und warfen sich vor ihm nieder.

Da spricht Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie hingehen nach Galiläa! Und dort werden sie mich sehen. 

 Ich fasse zusammen:

  • Zwei Frauen - unter ihnen Maria Magdalena – kommen ans Grab
  • Ein Engel redet mit ihnen und gibt ihnen einen Auftrag
  • Sie rennen vom Grab weg. Jesus begegnet beiden Marias unterwegs und bestätigt den Auftrag des Engels

Vergleichen wir nun die beiden Berichte, so ist völlig eindeutig, dass das selbe Ereignis geschildert wird. Aber mit zahlreichen unterschiedlichen Details. Der Einfachheit halber möchte ich nur ein einziges Detail fokussieren: Die Begegnung zwischen Jesus und Maria Magdalena

Im Markusbericht begegnet Jesus Maria Magdalena gesondert, also nicht beim Weglaufen vom Grab. Im Matthäustext begegnet er Maria M. ( mit einer anderen Maria unterwegs), als sie vom Grab weglief.
Das alleine ist schon – und man kann das Drehen und Wenden wie man will – ist ein unauflösbarer Widerspruch en DETAIL

Fortsetzung folgt

Montag, 21. April 2014

Die Auferstehung Jesu: Alles Humbug oder eine bewiesene Tatsache?


„Der Herr ist wirklich auferweckt worden und dem Simon erschienen“

Die Gerüchteküche brodelte. Berichte machten die Runde, dass Jesus auferstanden sei und Menschen erschienen wäre. Aber war das möglich? Konnte ein Toter zu den Lebenden zurückkehren? Anderseits, hatte der Meister nicht immer wieder angekündigt, dass er am dritten Tage auferstehen würde?
   Zu gerne hätte die engsten Jünger Jesu  den Berichten geglaubt. Aber vielleicht waren es ja lediglich Halluzinationen gewesen, die einem verzweifelten Wunschdenken entsprangen? Eine recht naheliegende und plausible Erklärung. Oder?
    Dann aber berichtete auch Simon Petrus davon, dass ihm Jesus erschienen sei. Nun bestand eigentlich kein Zweifel mehr. Den kannte man gut genug. Der würde nicht lügen oder sich täuschen lassen. Ihm vertraute man! Wenn er es sagte, so war es wahr!

Und diese nun gewonnene Einsicht platzte förmlich aus den Jüngern heraus, als die beiden Emmaus-jünger ihren Aufenthaltsort betraten: „Der Herr ist wirklich auferweckt worden und dem Simon erschienen“ Und die hatten natürlich nichts Eiligeres zu tun, als das zu bestätigen. Denn kurz zuvor war ihnen der auferstandene Jesus ja auf dem Weg in ihre Heimatstadt Emmaus selber erschienen.
    Und mitten hinein in diesen aufgeregten Austausch der neuesten „Neuigkeiten“ geschah auf einmal das völlig Unerwartete;   
Während sie aber dies redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! Sie aber erschraken und wurden von Furcht erfüllt und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr bestürzt, und warum steigen Gedanken auf in euren Herzen? Seht meine Hände und meine Füße, dass ich es selbst bin; betastet mich und seht! Denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, dass ich habe
   Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich wunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Sie aber reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; und er nahm und aß vor ihnen.

Die Evangelienschreiber, in diesem Falle Lukas, gewähren uns einen gewissen Einblick in die dramatischen Stunden und die Verwirrung der engsten Vertrauten Jesu, nachdem das leere Grab Jesu entdeckt worden war. Ein Zustand zwischen Bangen und Hoffen, bis letztlich die Hoffnung zur Gewissheit wurde. Ende gut alles gut!
   Aber war es auch wirklich so? Oder haben die Evangelienschreiber vielleicht ganz geschickt, - oder manchmal auch etwas ungeschickt – an dem „Märchen“ von der Auferstehung Jesu gestrickt. Wurden angebliche Augenzeugenberichte und Erscheinungen erfunden, um eine Auferstehung Jesu glaubhaft erscheinen zu lassen. Und so die Zeitgenossen und zukünftige Generationen in die Irre zu führen.

Leider kann man Letzteres nicht völlig ausschließen. Es könnte so gewesen sein. Es gibt keine wirklichen Beweise für die tatsächliche Auferstehung Jesu und die Wahrhaftigkeit der Jünger Jesu und der Evangelienschreiber.
    Also jetzt doch die Münze werfen und oder Atheist/Agnostiker bleiben? Nein, muss man nicht! Der auferstandene Jesus kann für einen zur persönlichen Erfahrung und Gewissheit werden. Wie? Das kann man zum Beispiel hier nachlesen: http://wegfinder.npage.de/auf-des-messers/titelseite.html

Samstag, 19. April 2014

Hopp oder topp!





"Er ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!"

Mit diesen Worten begrüßen sich viele Christen in aller Welt am Ostersonntag. Aber haben sie auch wirklich Recht? Hat sich folgende Gartenszene wirklich ereignet: 
"Am ersten Tag der Woche aber kamen sie am frühen Morgen zum Grab und brachten die wohlriechenden Gewürze, die sie bereitet hatten und noch etliche mit ihnen. Sie fanden aber den Stein von dem Grab weggewälzt.
  Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Und es geschah, als sie deswegen ganz ratlos waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen. Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen diese zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden!"

Die Auferstehung Jesu: Ein Betrug? Eine von frustrierten Jüngern Jesu erfundene Fabel, die sich und der Welt einfach nicht eingestehen wollten, dass sie drei Jahre ihres Lebens für eine falsche Überzeugung gelebt hatten? Und nun vor einem Scherbenhaufen standen?
     Einige Jahre später schrieb der Apostel Paulus in einem seiner Briefe:  
 ich habe euch zu allererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften,
und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen. Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir

Also noch einmal zum Mitschreiben: Paulus behauptete, dass Jesus nach seiner Auferstehung u.a. mehr als 500 Menschen auf einmal erschienen sei und dass Einige von ihnen zum Zeitpunkt des geschriebenen Briefes noch leben würden. Und dass Jesus ihm auch persönlich erschienen sei.
    Angesichts dieser Eindeutigkeit der Aussage bleibt eigentlich nur ein Schluss. Hier liegt entweder ein massiver Täuschungsversuch vor – oder aber es stimmt. Entweder oder … hopp oder topp!

Ja, und was nun? Mag sich manche(r) fragen. Soll ich jetzt eine Münze werfen, oder was?  Nein, das muss er/sie nicht. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten der Überprüfung. Denn in einem der Briefe heißt es auch:  indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, … der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.
   Im Klartext: Der auferstandene Jesus sitzt nun - laut Bibel - zur Rechten Gottes und blickt auf das Weltgeschehen herab. Wenn es denn tatsächlich so wäre, sollte ER dann nicht via Gebet erreichbar sein? Es wäre doch vielleicht mal einen Versuch wert. Oder? 
    Vielleicht kann man dann ja eines Ostersonntag zusammen mit vielen anderen Gläubigen in aller Welt mit Gewissheit behaupten: Er ist wahrhaftig auferstanden!