Freitag, 30. Januar 2015

Ein Mensch namens Paulus




" Denn das müsst ihr wissen, liebe Geschwister: Das Evangelium, dass ich verkünde, ist nicht menschlichen Ursprungs. Ich habe dies Botschaft ja nicht von einem Menschen empfangen und wurde auch nicht von einem Menschen darin unterwiesen, nein, Jesus Christus hat sie mir selber offenbart.“
 
 Während Gregorius, der Älteste der Gemeinde, weiter vorlas, drifteten die Gedanken des jungen Nikomedes ab … vor seinem inneren Auge sah er wieder jenen kleinen, unscheinbaren Mann in ihr kleines Dorf kommen und ihn in der Synagoge predigen.
   Wie hatten die Augen jenes Mannes geleuchtet, als er ihnen von seiner Jesus-Erscheinung auf dem Weg nach Damaskus(Damaskuserlebnis: hier clicken) erzählt hatte. Er, Nikomedes, hatte mit ungläubigem Staunen zugehört und auch gesehen, wie hart jener Mann namens Paulus von einigen Juden attackiert worden war . Einen Lügner und Verräter hatten sie ihn genannt. Und er hatte dagestanden und einfach geschwiegen.
     Tag für Tag war jener Paulus wiedergekommen, hatte von dem Glauben an den auferstandenen Jesus gelehrt und sie aufgefordert sich zu Ihm zu bekehren. 
   Eines Tages hatte er sich ein Herz gefasst und ihn draußen vor der Synagoge einfach angesprochen: „Sag, Paulus, die Geschichte mit der Erscheinung von Jesus auf dem Weg nach Damaskus. Stimmt die wirklich?“ Paulus hatte ihn überrascht angeschaut und dann ganz ruhig geantwortet: „Ja, sie stimmt wirklich. Gott ist mein Zeuge!“
    An diesem Tag hatte Nikodemes sich zu Jesus bekehrt. Ein Wendepunkt in seinem Leben. Und dann hatte er erlebt, dass es wirklich stimmte, was jener Paulus lehrte. Seit jenem Tag erlebte er in vielen grossen und kleinen Dingen die Begleitung und Gegenwart Gottes. Jetzt wusste er aus eigener Erfahrung, dass Jesus wirklich der Weg zu Gott war.


Gewiss, eine von mir erfundene Geschichte, die sich aber so oder ähnlich in einer kleinen galatischen Stadt abgespielt haben könnte. Denn auf seiner ersten Missionsreise (hier clicken) hatte der Apostel Paulus jene Gegend (heutige Türkei) durchquert und das Evangelium vom auferstandenen Jesus verkündet.. Und später dann auch jenen berühmten Galaterbrief geschrieben.
Was in diesem Brief wirklich beeindruckt ist mit welcher Radikalität Paulus da zur Sache ging. Offensichtlich waren anderen Lehren in der Gemeinde aufgetaucht und Paulus sah sich zu einem Machtwort genötigt: „Wer immer euch ein anderes Evangelium bringt – und sei es ein anderer Apostel oder sogar ein Engel vom Himmel - … der sei verflucht!“
    Härter ging es kaum! Aber wollte man ihm wirklich Rechthaberei vorwerfen, wenn er doch tatsächlich, wie er behauptete, sein Evangelium direkt vom auferstandenen Jesus empfangen hatte?

 Wer war dieser Mensch Paulus? Ein Scharlatan oder ein wirklich persönlich von Jesus Berufener? Was erfahren wir aus der Apostelgeschichte und den Briefen über ihn? Wer war jener doch etwas rätselhafte Mensch, der massgeblich zur Verbreitung des christlichen Glaubens im ersten Jahrhundert beigetragen hat?

Montag, 13. Oktober 2014

Die Leiden von König Nebukadnezar und des jungen T.




Inwieweit sich die im Buch Daniel geschilderten um den neubabylonischen König Nebukadnezar (605 - 565 v. Chr.) wirklich so zugetragen haben, lasse ich mal dahingestellt. Es spricht Einiges für die These, dass hier Fakten und Fiktion miteinander vermischt wurden. 
    Dies aber tut dem vermittelten Lehrinhalt keinen Abbruch. Im Gegenteil! Sehr schön wird herausgearbeitet, dass Hochmut (Hybris) vor dem Fall kommen kann. Und das dies mitunter recht schnell gehen kann.

König Nebukadnezar, der mächtigste Mann seiner Zeit, hatte ein beunruhigendes Erlebnis: „ Ich, Nebukadnezar, hatte Ruhe in meinem Hause und lebte zufrieden in meinem Palast. Da hatte ich einen Traum, der erschreckte mich, und die Gedanken, die ich auf meinem Bett hatte, und die Gesichte, die ich gesehen hatte, beunruhigten mich.“ 
     In dem Traum geht es – auf den Punkt um einen überaus prächtigen früchtetragenden Baum, der von einem aus dem Himmel herabsteigenden Engel gefällt wird. Seine Ahnung, dass der Traum mit ihm selber etwas zu tun haben könnte, trog ihn nicht. Der herbeigeholte Prophet Daniel redete Klartext: „ergeht es als Ratschluss des Höchsten über meinen Herrn, den König : Man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen und du musst bei den Tieren des Feldes bleiben, und man wird dich Gras fressen lassen wie die Rinder und du wirst unter dem Tau des Himmels liegen und nass werden, und sieben Zeiten werden über dich hingehen, bis du erkennst, dass der Höchste Gewalt hat über die Königreiche der Menschen und sie gibt, wem er will. 
     Nun verhält es sich ja meist so mit den Menschen: Eine soche Ankündigung macht einen erst mal furchtsam und „demütig“. Aber wenn dann nichts passiert, denkt man, dass es vielleicht doch nur ein schlechter Traum ohne grössere Bedeutung gewesen sein könnte. Was ja oft auch stimmt. Aber in diesem Falle aber nicht
   „Denn nach zwölf Monaten, als der König auf dem Dach des königlichen Palastes in Babel sich erging, hob er an und sprach: Das ist das große Babel, das ich erbaut habe zur Königsstadt durch meine große Macht zu Ehren meiner Herrlichkeit.
Ehe noch der König diese Worte ausgeredet hatte, kam eine Stimme vom Himmel: Dir, König Nebukadnezar, wird gesagt: Dein Königreich ist dir genommen, man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen und du sollst bei den Tieren des Feldes bleiben; ...
Im gleichen Augenblick wurde das Wort erfüllt an Nebukadnezar, und er wurde verstoßen aus der Gemeinschaft der Menschen“ 

Aber das Ganze hatte wie von Daniel angekündigt ein Happy-End: Nach dieser Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen auf zum Himmel, und mein Verstand kam mir wieder und ich lobte den Höchsten. Ich pries und ehrte den, der ewig lebt, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich für und für währt,
gegen den alle, die auf Erden wohnen, für nichts zu rechnen sind. Er macht's, wie er will, mit den Mächten im Himmel und mit denen, die auf Erden wohnen. Und niemand kann seiner Hand wehren noch zu ihm sagen: Was machst du? 
    Die sieben von Gott verordneten Leidensjahre machten auch Nebukadnezar einen besseren Menschen und Herrscher. Denn er hatte erkannt, das ihm Alles nur gegeben worden war und er diesem wahren Herrscher des Himmels Respekt schuldete.

Eine nette historische Anekdote ohne realen Bezug? Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich mehr oder weniger aus erster Hand habe. Und zwar handelt es sich dabei um einen Glaubensbruder aus meiner Anfangszeit als Christ. Ich nenne ich mal Tobias. Er war ein umsichtiger Hauskreisleiter, einfühlsamer Seelsorger und ein glücklicher Ehemann. Trotz seiner jungen Jahren (zu Recht) beliebt und anerkannt in der Gemeinde. 
    Tobias war mit seiner Frau Sabine bei einem bekannten christlichen Prediger zu Besuch gewesen und in einer gemeinsamen Gebetszeit hatte jener Prediger plötzlich ein Bild vor Augen: Er sah einen prächtigen Baum, der aber keine Früchte trug. Und er sagte dies zu Tobias, verbunden mit folgender Ankündigung: „Du bist der prächtige Baum. Aber du bringst keine Früchte. Und deshalb wird Gott großes Leid über dich kommen lassen, damit du eines Tages viel Frucht bringst!“
    Einige Monate später verbrachten Tobias und Sabine ihren Sommerurlaub in Jugoslawien. Auf der Rückreise passierte es dann. In einer Kurve fuhr Tobias einfach geradeaus und der Wagen stürzte eine Böschung hinunter. Wie durch ein Wunder überlebten beide unverletzt. Aber eine lange Leidensgeschichte nahm ihren Anfang. 
   Wie sich herausstellte war bei Tobias eine seltene Krankheit ausgebrochen. Er hatte gelegentliche Blackouts. Und konnte sich anschließend an nichts mehr erinnern. Ich selbst Augenzeuge eines solchen Vorfalls. Mitten in einer kleinen internen Andachtsrede verstummte Tobias auf einmal und starrte apathisch ins Leere. Als er wieder zu Bewusstsein kam, konnte er sich an das Vorgefallene nicht erinnern. Das war wirklich „gespenstisch“ und erschreckend zugleich .
    Die Ärzte stellten Tobias auf den Kopf ohne die Ursache für diese seltsamen Blackouts herausfinden zu können. So blieb ihm nichts Anderes übrig, als mit diesem Handikap erst einmal bis auf Weiteres zu leben. 

Ich verlor ihn kurz darauf aus den Augen, weil ich aus der Stadt fortzog und auf eine Bibelschule ging. Aber einige Zeit später war ich mal zu Besuch in der Gemeinde und sah Sabine alleine im Gottesdienst sitzen. Nachher sprach ich sie an und fragte, was mit Tobias sei. Ihre Antwort schockte mich: „Wir sind nicht mehr verheiratet. Er ist irgendwo anders hingezogen und will dort ein neues Leben beginnen!“ Ich schaute sie fragend an: „Ja, ich habe ihn verlassen. Ich kann einfach nicht mit einem Mann leben, der seinen Kontrollverlust einfach nicht akzeptieren kann.“
    Nun, ich wollte in dieser Sache nicht weiter nachbohren. Aber sie tat mir Leid, denn ich wusste, dass sie Tobias wirklich geliebt hatte und mit Sicherheit eine solche Entscheidung sich nicht leicht gemacht hatte. Und mir schauderte leicht vor dem Schicksal von Tobias. Wie im Bild vom Baum und dem Prediger angekündigt war schweres Leid in sein Leben gekommen. 
    Ich weiss nicht, wie diese Geschichte weitergegangen ist. Aber Gott macht keine Fehler. Und was ER sich vorgenommen hat führt er auch aus. Und so gehe ich auch davon aus, dass Tobias eines Tages die fehlenden Früchte am Baum getragen hat oder tragen wird.

Samstag, 9. August 2014

Raus aus dem Versteck!




Und sie hörten die Stimme Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Bäumen des Gartens. Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: "Wo bist du?"
 Da sagte er: "Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, weil ich nackt bin, und ich versteckte mich." (1. Mose 3)

Ich erinnere mich an einen sonderbare Begebenheit aus meiner Jugend. Als meine Eltern und ich nach Hause kamen begrüßte uns unsere Boxerhündin „Lady" – entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit – nur kurz und schlich dann mit gesenktem Kopf an der Wand entlang. Ein wandelndes schlechtes Hundegewissen! 
    Als wir dann ins Wohnzimmer kamen, staunten wir nicht schlecht. Mitten auf dem Teppich lag ein aufgeplatztes rohes Ei. Offensichtlich hatte „Lady“ dieses Ei mit der Schnauze aus dem Kühlschrank geholt und es dann rüber transportiert. Eine beachtliche Leistung! Aber noch beachtlicher fand ich die offensichtliche „Sündenerkenntnis“. Sie wusste, dass sie Mist gebaut hatte und fürchtete nun die Strafe. Die natürlich - wohl zu ihrer Erleichterung - ausblieb! 

Nachdem Adam und Eva im Paradies vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen hatten, wussten sie auch instinktiv, dass sie „Mist„gebaut hatten. Und sie versteckten sich vor Gott, instinktiv die Folgen ihrer Tat befürchtend. Aber ein schlechtes Gewissen ist kein sanftes Ruhekissen … und so mag Adam vielleicht sogar erleichtert gewesen sein, als er Gottes Stimme ihn rufen hörte: „Adam, wo bist du?“ Und er tat in diesem Moment das einzig Richtige, er kam aus dem Gebüsch heraus und stellte sich mit deiner Schuld vor Gott! 
     Die Strafe Gottes fiel drastisch aus, … Verlust aller paradiesischen Privilegien und am Ende des Lebens wartete nun der Tod …aber es war auch ein Neuanfang. Es ging nun unter veränderten Bedingungen weiter. 
     Auch heute noch verbergen sich Menschen mit ihrer Schuld vor Gott. Aber wenn an einen der Ruf ergeht: „…, wo bist du?“ ist es das Beste, aus dem Versteck hervorzukommen, egal, ob einen nun ein Strafgericht erwartet oder nicht. Es gibt auf jeden Fall einen Neuanfang!

Sonntag, 27. Juli 2014

Die Behauptung des Paulus - Lüge oder Wahrheit?




Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? 

Paulus ärgerte sich! Offensichtlich war in der von ihm gegründeten Korinther Gemeinde während seiner Abwesenheit starke Zweifel an der Auferstehung von den Toten aufgekommen. Und dieser Verärgerung machte er in einem Brief an die Korinther Luft. Ein Glücksfall für uns Nachgeborene. Denn so kam es zu folgender Aussage:
Ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften,
und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen. Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir …
 

Paulus machte hier unmissverständlich klar: Die Auferstehung Jesu ist eine bewiesene Tatsache. Er wäre den Zwölfen, 500 Gläubigen und zum Schluss auch ihm selber erschienen. Und zieht das Fazit: Lasst euch nicht verwirren. So wie Jesus von den Toten auferstanden ist, so werdet auch ihr von den Toten auferstehen.
    Ich denke, mit dieser Textpassage steht und fällt die Glaubwürdigkeit des Apostels. Wenn er hier gelogen haben sollte, um die Korinther wieder auf Linie zu bringen, kann man auch alles andere vergessen. Wenn es aber stimmt, so haben wir den Beweis, dass Jesus der Sohn Gottes ist!

Freitag, 25. Juli 2014

Die Jesajarolle von Qumran und die messianischen Verse





"Und es wurde ihm (Jesus)  das Buch des Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben war:


Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn."
Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt." (Lukas 4)

Diese kleine von Lukas berichtete Geschichte ist von großer Bedeutung. Denn erstens ist hier von einer Jesajarolle die Rede und zweitens sagte Jesus hier nichts anderes als: "Ich bin der Messias (Erlöser), der vom Propheten Jesaja angekündigt wurde und auf den ihr schon so lange wartet!"

Und in der Tat, die Aussagen des Propheten Jesaja über den zukünftigen Gottesknecht haben eine solch hohe Übereinstimmung mit dem Leben Jesu, dass er eigentlich nur der angekündigte Messias sein kann. Nehmen wir nur einmal die vielleicht bekannteste Stelle aus dem 53. Kapitel:
  "Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet. Jedoch unsere Leiden - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. 
...  aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf ..."

Deutlicher konnte man das Kommen Jesu und sein Erlösungswerk wohl kaum vorhersagen. Aber das was nicht sein darf, das nicht sein kann! Nach dieser Maxime vorgehend behaupteten die Bibelkritker einfach: "Die Sache ist doch völlig eindeutig. Die ersten Christen haben die Jesajarolle nachträglich mit dem messianischen Versen angereichert, um ihren Jesus als den Messias zu beweisen."

Halten wir fest, dass also auch die Bibelkritiker diese hohe Übereinstimmung zwischen Prophetie und dem Leben Jesu gesehen haben. Sie allerdings für gefakt hielten.
    Sie hatten allerdings Pech!  Denn  zwischen 1947 und 1956 wurden im Westjordanland in elf Felshöhlen die sogenannten Qumran(schrift-)rollen entdeckt.  Darunter befand sich auch eine so gut wie vollständig erhaltene Abschrift des biblischen Jesajabuches:
"Die aus der Zeit um 200 v. Chr. stammende Jesajarolle gibt auf 7,34 m nahezu lückenlos den Text des Prophetenbuchs Jesaja wieder. Dieser deckt sich bis auf wenige unbedeutende Abweichungen mit der bis dahin ältesten vollständigen Bibelhandschrift, dem Codex Leningradensis von 1008 n. Chr." (Wikipedia)


http://bibelausstellung.eduxx-irs.de/home/navi1040_1419_die-bedeutung-der-jesajarolle

Im Klartext heisst das: Die messianischen Aussagen des Jesajabuches sind vor der Zeit von Jesus Christus abgefasst worden. Ein schwerer Schlag für alle Bibelkritiker. Ihre Behauptung eines Fakes durch die ersten Christen ist damit eindeutig widerlegt.

Fazit: Die messianischen Verse der in Qumran gefundenen Jesajarolle  sind ein starker Hinweis auf den Messias und (Welt-) Erlöser Jesus Christus





Donnerstag, 19. Juni 2014

In der Fußspur von Jesus: Die wundersame Brotvermehrung



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„Und als Jesus das hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort zurück. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie ihm aus den Städten zu Fuß nach. Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken.

Und als es Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist einsam, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen! Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben es nicht nötig, wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!
 Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische. Da sprach er: Bringt sie mir hierher! Und er befahl der Volksmenge, sich in das Gras zu lagern, und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk.

Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, zwölf Körbe voll. Die aber gegessen hatten, waren etwa 5 000 Männer, ohne Frauen und Kinder.“ (aus Matthäus 14)


Diese Geschichte der wundersamen Brotvermehrung sprengt natürlich jeden normalen Rahmen. So etwas scheint schlichtweg unvorstellbar und allen Erfahrungswerten zu widersprechen. Es wäre aber, wenn sie nicht stimmen würde, eine bewusste und arglistige Täuschung des Apostel Matthäus und auch der anderen Apostel, die – als vorgebliche Augenzeugen - an einen Wundertäter namens Jesus glauben machen wollten


Nun nehmen wir aber einmal an, die Dinge hätten sich genauso zugetragen, wie in der Geschichte geschildert. Und mehr noch, wir wären als einer der 5000 „Gespeisten“ dabei gewesen. Also ich stelle mir mal vor, ich – ein damaliger Skeptiker - hätte von Jesus und seinen Heilungstaten gehört und hätte mich der Menschenmenge angeschlossen, um mir ein genaueres Bild zu machen. Und dann hätte ich dieses „Brotwunder“ erlebt.


Also, ich denke, ich hätte gedacht, dass dieser Mensch wirklich einzigartig ist und mit dem  von ihm verkündeten Gott in einer sehr engen Verbindung sein muss. Und hätte ihm vermutlich auch alles „abgekauft“, was er sonst noch so gesagt und getan hätte.


Und somit steht diese Geschichte nun als Herausforderung im Raume. Ist sie eine Erfindung verlogener und betrügerischer Jünger oder hat sie tatsächlich so stattgefunden, und wäre somit quasi ein Gottesbeweis?
Keine kleine Herausforderung, denn der Apostel Petrus hat später noch nachgelegt und zugespitzt formuliert: Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben (als der Name Jesus), in dem wir gerettet werden sollen!

Dienstag, 20. Mai 2014

Ernsthaftes Beten vermag viel zu bewirken

 
Das Foto ist von http://www.bigfoto.com/

Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt; aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott. Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Soldaten, gebunden mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür verwahrten das Gefängnis.
   Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete im Kerker; und er schlug Petrus an die Seite, weckte ihn und sagte: „Steh schnell auf!“ Und die Ketten fielen ihm von den Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und binde deine Sandalen unter! Er aber tat es. Und er spricht zu ihm: „Wirf dein Oberkleid um und folge mir!“ Und er ging hinaus und folgte und wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; er meinte aber, eine Erscheinung zu sehen.

   Als sie aber durch die erste und die zweite Wache gegangen waren, kamen sie an das eiserne Tor, das in die Stadt führte, das sich ihnen von selbst öffnete; und sie traten hinaus und gingen eine Straße entlang, und sogleich schied der Engel von ihm.

   Und als Petrus zu sich selbst kam, sprach er: „Nun weiß ich in Wahrheit, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich gerettet hat aus der Hand des Herodes und aller Erwartung des Volkes der Juden.“ (Apostelgeschichte 12)


Vereinfacht gesagt geht es in der Geschichte darum, dass König Herodes den Petrus ins Gefängnis geworfen hatte und so der neuen christlichen Bewegung in Palästina den „Kopf“ abschlagen wollte. Aber er hatte die Rechnung ohne den Wirt – in diesem Falle die Jerusalemer Gemeinde gemacht. Die beteten ohne Unterlass für die Freilassung des Petrus. Und – das erbetene WUNDER geschah. So jedenfalls erzählt es das Neue Testament 

Ob jemand dieser Geschichte nun glaubt oder nicht, bleibt jedem selber überlassen. Ich tue es! Für mich aber bedeutsam ist hier der geschilderte Zusammenhang zwischen Fürbitte und Wunder! Man könnte sich hier die interessante Frage stellen, ob Gott auch ohne die Fürbitte der Gemeinde das Wunder gewirkt hätte. Persönlich wäre ich mir da nicht so sicher, aber das bleibt natürlich Spekulation.
   So aber blieb am Ende des Tages wieder mal die Erkenntnis: Ein ernstlich Gebet vermag viel zu bewirken!