Mittwoch, 3. März 2021

Als der Magier von Strovokos eines Morgens in die Zukunft blickte ...

 

Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und das Volk von Samarien in seinen Bann zog, weil er vorgab, er wäre etwas Großes.
  Und alle hingen ihm an, Klein und Groß, und sprachen: Dieser ist die Kraft Gottes, die die Große genannt wird. Sie hingen ihm aber an, weil er sie lange Zeit mit seiner Zauberei in seinen Bann gezogen hatte. (Apostelgeschichte 8, 9-11)

Der christliche  Mystiker Daskalos berichtete von einer Vision, die er frühmorgens nach dem Aufstehen hatte. Und zwar sah er sich auf dem Weg zur Arbeit, als auf einmal  einen Straßenverkäufer mit einem Karren sah, der lauthals ein brezelartiges Käsegebäck feilbot.
    Plötzlich tauchte ein Fahrradfahrer auf, beschimpfte  den Händler auf´s Übelste und wenig später gab es zwischen beiden eine heftige Keilerei, wobei der Handkarren zu Bruch ging und einer zum Messer griff. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Dritten konnte eine Bluttat verhindert werden.
    Schließlich flüchtete der Angreifer mit seinem Rad.
Etwa zwanzig Minuten später nahm ich mein Fahrrad und fuhr zur Arbeit. Als ich die Stelle erreichte, die ich zuvor in meiner Vision gesehen hatte, stieg ich ab und sah, wie sich genau die Szene entfaltete, die ich eine halbe Stunde zuvor in meiner Vision erlebt hatte.
  Ich sah den Mann mit seinem Verkaufswagen, die Narbe in seinem Gesicht, hörte ihn seine warmen Brezel anpreisen und so weiter. Dann sah ich den Mann mit dem Fahrrad, er trug genau die gleiche Kleidung und bewegte sich exakt so, wie ich es zuvor beobachtet hatte.
  Als ich diese Dinge sah, wusste ich, was als Nächstes geschehen würde.

…Alles geschah dann – will man Daskalos Glauben schenken - exakt so, wie er es in der Vision gesehen hatte.

Eine irre Geschichte, nicht wahr? Sie jetzt mal als eine tatsächliche Begebenheit einstufend – denn dieses Phänomen des exakten Vorherwissens ist in der Literatur bekannt - , stellt sich natürlich die Frage, wie so etwas möglich ist.
    Wie kann jemand einen komplexen, unüblichen  und in der Zukunft liegenden Vorgang exakt vorhersehen? So etwas widerspricht doch jeder naturwissenschaftlichen Logik!

Nun, ich maße mir jetzt nicht an, dafür die richtige Erklärung zu haben. Aber die Möglichkeit einer göttlichen oder dämonischen Eingebung ist da natürlich nicht von der Hand zu weisen.
  Daskalos selber sprach da von höheren Mächten, die einen Einblick in die nähere, karmisch schon vorherbestimmte Zukunft gäben. 

Ich persönlich teile da seine Ansicht, würde jetzt aber nicht unbedingt davon ausgehen wollen, dass seine Hellsichtigkeit göttlichen Ursprungs war. 
    Denn seine grundsätzliche Nähe zu Magie und Esoterik war allgemein bekannt. Er selber machte daraus keinen Hehl und widersprach auch nicht dem ihm verliehenen Titel „Der Magus von Strovokos“, womit sich der Kreis schließt und wir wieder bei Simon, dem Zauberer (Simon Magus) aus der Apostelgeschichte gelandet sind. 

    Seine übernatürlichen Fähigkeiten gingen - nach christlichem Verständnis - auf dämonische Kräfte zurück. Und er ist damit zu einem Prototyp all jener Magiere, Geistheiler, Schamanen, Wahrsagern etc. geworden, deren übernatürliches Wirken außerhalb des christlichen Glaubens angesiedelt wird oder damit nicht in Einklang zu bringen ist.

Gedankenimpuls:
Es ist nicht immer so einfach, den Dingen auf den Grund zu gehen und hinter dem Vordergründigen die wahren Ursachen zu erkennen. Was selbstverstämdlich auch für mich selber gilt!

Mittwoch, 17. Juni 2020

Die christliche Botschaft - einfach erklärt



Was einen Menschen normalerweise von Gott trennt, sind biblisch gesehen a) die Ursünde Adams und b) unsere eigenen Sünden. Wohl dem, der das Problem erahnt oder erkennt! Denn so jemand ist möglicherweise schon dicht vor der Lösung:


Jesus Christus ist am Kreuz gestorben für unsere Sünden ( 1 Korinther 15.3)

Das Schuldproblem wurde – laut Bibel - vor 2000 grundsätzlich gelöst. Aber persönlich wirksam wird es erst, wenn man Jesus als seinen persönlichen Erlöser und Herrn akzeptiert.
   Diesen Schritt haben schon viele Menschen gewagt und erlebt, dass ihnen ihre Schuld vergeben wurde und sie „mit Gott versöhnt worden sind“ (Römer 5,10)

    Sie dürfen – laut Bibel – auf Führung und Unterstützung im Diesseits und - last but not least - auf ein ewiges Leben im Himmel hoffen:
 

Dienstag, 12. Februar 2019

Vom Geschöpf zum Kind Gottes (2): Das drohende Weltgericht


Den Menschen ist es gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht (Hebräer 9,27)
Das der Mensch sterben muss, ist allgemein bekannt. Das ihn danach aber – laut Bibel - ein himmlisches Gericht erwartet, vielleicht nicht so:
 „Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß, vor dessen Angesicht die Erde entfloh und der Himmel, und keine Stätte wurde für sie gefunden.
  Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.
Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.
  Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. (Offenbarung 20)
Keine erfreulichen Nachrichten. Zumal die Bibel wenig Zweifel daran lässt, dass wir alle Sünder sind, denen es an Ruhm vor Gott mangelt (Römer 3)
Sind wir also alle Passagiere auf einem untergehenden Schiff? Verloren in Zeit und Ewigkeit?
   Nun, die biblische Botschaft von der Erlösung durch den Tod Jesu am Kreuz ist den meisten ja bekannt: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht (Jesus, Johannes 5,24) und Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. (Jesus, Johannes 6,47)
Kurzum, es gibt biblisch gesehen einen Weg das himmlische Gericht zu umgehen.

Bleibt natürlich offen, ob diese biblische Darstellung tatsächlich der Wahrheit entspricht. Aber um diese biblische Botschaft ignorieren zu können, steht eigentlich zu viel auf dem Spiel. Wie aber herausfinden, ob es wirklich stimmt oder nicht? Dazu demnächst mehr!

Donnerstag, 7. Februar 2019

Vom Geschöpf zum Kind Gottes (1): Der gefallene Mensch




7 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. (1.Mose 1)

Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass wir Menschen (besondere) Geschöpfe Gottes sind. Eine Behauptung, die heutzutage zunehmend weniger für wahr gehalten wird. Immer mehr Menschen glauben, dass es da keinen Schöpfergott gegeben hat und wir lediglich das Ergebnis evolutionärer Prozesse sind.
     Wer dennoch an einen Schöpfergott glaubt und dies auch im privaten Kreis oder öffentlichen Raum bekundet, muss sich mitunter warm anziehen. Vor fünfhundert Jahren war es eher umgekehrt. Da war das Infragestellen eines Schöpfergottes ein Sakrileg, welches schwere Folgen haben konnte. So ändern sich die Zeiten!

Ein Hauptargument gegen die Existenz des biblischen Schöpfergottes ist die sogenannte Theodizeefrage: „Wie kann ein gütiger und allmächtiger Gott es zulassen, dass wir in einer so unperfekten Welt leben? So vielem Elend und Leiden ausgesetzt sind?“
     Ein durchaus nachvollziehbares und in diesem Sinne auch gutes Argument. Aber kein Argument, was die Angelegenheit entscheiden würde. Die Bibel hat auf die Theodizeefrage eine Antwort:
3 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.
24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens. (1. Mose 3)
Die Vertreibung aus dem Paradiese infolge eines Sündenfalls

Dies mögen Viele vielleicht für ein altes Märchen halten, aber der gefallene Mensch wäre zumindest keine unplausible Erklärung für unser irdisches Jammertal.
     Inwieweit tatsächlich zutreffend, steht auf einem anderen Blatt. Aber halten wir erst einmal fest, dass durch die Theodizeefrage der christliche Glaube nicht aus den Angeln gehoben wird.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Die Hexe von Endor (1)


 

 Adam Elsheimer - http://wellcomeimages.org/indexplus/image/V0025881.html
Samuel war gestorben und ganz Israel hatte die Totenklage für ihn gehalten und ihn in seiner Stadt Rama begraben. Saul aber hatte die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Land vertrieben.
     Als sich die Philister gesammelt hatten, rückten sie heran und schlugen bei Schunem ihr Lager auf. Saul versammelte ganz Israel und sie schlugen ihr Lager im (Bergland von) Gilboa auf.
 Als Saul das Lager der Philister sah, bekam er große Angst und sein Herz begann zu zittern.
   Da befragte Saul den Herrn, aber der Herr gab ihm keine Antwort, weder durch Träume, noch durch die Losorakel, noch durch die Propheten.
   Daher sagte Saul zu seinen Dienern: Sucht mir eine Frau, die Gewalt über einen Totengeist hat; ich will zu ihr gehen und sie befragen. Seine Diener antworteten ihm: In En-Dor gibt es eine Frau, die über einen Totengeist Gewalt hat. (1. Samuel 28)

 Der große Prophet Samuel war gestorben und Israels Erzfeind, die Philister, machten mobil. Sie rüsteten zu einer Entscheidungsschlacht. Und König Saul, schwer geängstigt, machte das, was alle großen Führer Israels zuvor und danach getan haben. Er suchte Gott! 

So weit, so gut! Aber nun begann das eigentliche Problem. Gott antwortete nicht! ER schwieg!

Ein Schweigen Gottes ist schwer auszuhalten. Saul verstand sehr wohl, dass es nichts Gutes bedeutete. In seiner Angst und Not fügte er all seinen vorherigen Sünden noch eine weitere, schwere Sünde hinzu. Er suchte die Hilfe einer Totenbeschwörerin.
    Ausgerechnet er, der natürlich die diesbezüglichen Aussagen und Befehle Gottes kannte:
Ihr sollt euch nicht an die Totengeister und an die Wahrsagegeister wenden, ihr sollt sie nicht befragen ...  Und wenn in einem Mann oder in einer Frau ein Totengeist oder Wahrsagegeist ist, sie müssen getötet werden. (3. Mose 19 + 20)

Es soll in deiner Mitte keiner gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, kein Wahrsager, Zeichendeuter, Schlangenbeschwörer oder Zauberer, kein Bannsprecher oder Geisterbeschwörer, keiner, der Wahrsagegeister befragt oder sich an die Toten wendet. Denn ein Greuel ist dem Herrn ein jeder, der solches tut (5. Mose 18)
und sich ja auch, wie eingangs gelesen, auch daran gehalten hat:
  Saul aber hatte die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Land vertrieben.
Menschen tun in ihrer Verzweiflung oft schwer nachvollziehbare Dinge. Vielleicht dachte Saul, in Erinnerung an gute alte Zeiten: Wenn ich nur noch einmal mit Samuel sprechen kann, wird vielleicht alles wieder gut! 

Bis hierher ist die Geschichte für mich noch einigermaßen nachvollziehbar. Das aber eine dämonisch-okkult verstrickte Frau tatsächlich in der Lage war einen Mann Gottes aus dem Totenreich heraufzubringen, sprengt jeden fromm-christlichen Rahmen. Das ist ungeheurlich, erschreckend.


Einen bösen Geist, der den Samuel täuschend echt vorspielt. Ja, so etwas wäre denkbar. Aber Samuel selber. Nein, das passt eigentlich nicht ins christlich-fromme Weltbild. Und doch besteht vom Text her kein Zweifel, dass es wirklich Samuel war!



Montag, 27. Juli 2015

War Jesus der gottgesandte Messias?




In seinen Jüdischen Altertümern berichtet der römisch-judische Geschichtsschreiber Josephus über den Tod des Apostels Jakobus, der im Jahre 62 n. Chr. auf Geheiß des damaligen Hohepriesters Aranus in Jerusalem gesteinigt wurde. Was großen Unmut im Volke auslöste, weil man ihn für einen "Gerechten" hielt.

Die Erwähnung dieses Ereignisses ist insofern von besonderer Bedeutung, weil Josephus von "Jakobus, den Bruder von Jesus, den sie Messias nannten" spricht.  Zwar entstanden die Jüdischen Altertümer erst im Jahre 94 n.Chr., aber Josephus lebte die ersten 30 Jahre seines Lebens (von 37 n.Chr. bis 67 n.Chr.) in Jerusalem. Und somit dürfte gewisse eigene Kenntnisse über die Jerusalemer Gemeinde gehabt haben.
    Wir haben es hier also mit einem frühen außerbiblischen Beleg der Existenz Jesu und seiner messianischen Sendung zu tun, was auch von den meisten modernen Forschern so gesehen wird.

Die Frage, die offenbleibt, ist natürlich ob Er nun auch wirklich der Messias war, wie es im Neuen Testament durchgängig behauptet wird. Auch dazu gibt es eine Stelle bei Josephus, aber sie gilt als umstritten. "Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. Er war der Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tag wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorherverkündigt hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.
"

Man unterstellt dem Historiker  Eusebios (4. Jahrhundert n. Chr.), dass er sie in den Text eingefügt haben soll. Und in der Tat mutet der Satz:: "Er war der  Christus" für einen nicht-christlichen  Juden schon etwas seltsam an. Andererseits wäre eine solche Einfügung - zumindest aus heutiger Sicht - eine redaktionelle Bearbeitung, die einer Täuschung gleichkäme. Und dies möchte ich dem Eusebios dann doch nicht unterstellen.

Wie dem auch sei, letztendlich muss jeder selber herausfinden, ob Jesus der gottgesandte Messias war oder nicht. Aus eigener Erfahrung möchte ich bezeugen, dass ich 1985 durch eine Lebensübergabe an Jesus zu Gott gefunden habe. Die ganze dramatische Geschichte kann man hier lesen: Im Banne des Bösen


Samstag, 18. Juli 2015

Jesus im Alten Testament

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich (Johannes 8,58)

Ich denke, dass man diese Bibelstelle kaum anders verstehen kann, als dass hier Jesus von sich selber sagt, dass er schon vor Abraham existiert hat. Eine für die Juden damals erstaunliche und ketzerische Aussage, denn das Leben eines Menschen begann - nach jüdischer Auffassung - mit seiner Zeugung.
   Jesus gab hier somit zu verstehen, dass er kein Mensch im eigentlichen Sinne war sondern eine Präexistenz im Himmel hatte. Aber gibt es dafür im Alten Testament irgendwelche Hinweise?

Im Buch Josua stoßen wir auf eine erstaunliche Begebenheit:
"Und es geschah, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen und sah: und siehe, ein Mann stand ihm gegenüber, und sein Schwert war gezückt in seiner Hand. Da ging Josua auf ihn zu und sagte zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?
 Und er sprach: Nein, sondern ich bin der Oberste des Heeres des HERRN; gerade jetzt bin ich gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und huldigte ihm und sagte zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knecht?
 Da sprach der Oberste des Heeres des HERRN zu Josua: Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig! Und Josua tat es."  (Josua, 5,13-15)
    Diese Stelle ist wirklich erstaunlich, denn die Anbetung eines Engels wäre einem frommen Israeliten wie Josua wohl kaum in den Sinn gekommen. Außerdem hätte er ihn wohl kaum als "Herr" angeredet. Zudem der Verweis auf den heiligen Boden, wie bei der Gottesbegegnung des Mose ("brennender Dornbusch" - 2. Mose 3 )
   Persönlich denke ich, dass diese Stelle ein ziemlich klarer Hinweis auf Jesus ist.

Im Buch Daniel wird im 11. Kapitel von einer großen Erscheinung berichtet: 
"Und am 24. Tag des ersten Monats, da war ich am Ufer des großen Stromes, das ist der Hiddekel. Und ich erhob meine Augen und sah: Und siehe, da war ein Mann, in Leinen gekleidet, und seine Hüften waren umgürtet mit Gold von Ufas.
  Und sein Leib war wie ein Türkis und sein Gesicht wie das Aussehen eines Blitzes. Und seine Augen waren wie Feuerfackeln und seine Arme und seine Füße wie der Anblick von glatter Bronze. Und der Klang seiner Worte war wie der Klang einer Volksmenge.
  Aber nur ich, Daniel, allein sah die Erscheinung. Die Männer, die bei mir waren, sahen die Erscheinung nicht; doch fiel eine große Angst auf sie, und sie flohen und versteckten sich.
    Und ich blieb allein übrig und sah diese große Erscheinung. Und es blieb keine Kraft in mir, und meine Gesichtsfarbe veränderte sich an mir bis zur Entstellung, und ich behielt keine Kraft.
  Und ich hörte den Klang seiner Worte. Und als ich den Klang seiner Worte hörte, lag ich betäubt auf meinem Gesicht, mit meinem Gesicht zur Erde.
Und siehe, eine Hand rührte mich an und rüttelte mich auf, so dass ich wieder auf meine Knie und Handflächen kam. Und er sprach zu mir: Daniel, du vielgeliebter Mann! Achte auf die Worte, die ich zu dir rede, und steh an deinem Platz! Denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und als er dieses Wort mit mir redete, stand ich zitternd auf." (Daniel 10, 3-11)
Theoretisch könnte dies auch eine Engelerscheinung gewesen sein, aber vergleicht man diesen Text mit der Begebenheit aus Offenbarung 1, so wird klar um wen es sich wohl gehandelt haben dürfte:
Ich, Johannes, euer Bruder und Mitteilhaber an der Bedrängnis und am Königtum und am Ausharren in Jesus1, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und des Zeugnisses Jesu willen.
 Ich war an des Herrn Tag im Geist, und ich hörte hinter mir eine laute Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Was du siehst, schreibe in ein Buch und sende es den sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea!
  Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen, die mit mir redete, und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter,
und inmitten der Leuchter einen, gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewand, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel,sein Haupt aber und die Haare waren weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, und seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser, und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor, und sein Angesicht war, wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft.
   Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte  und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und des Hades.
  Schreibe nun, was du gesehen hast und was ist und was nach diesem geschehen wird " (Offenbarung 1,9-19)
       "Ich war tot, und siehe ich bin lebendig ...", wer anders als Jesus kann damit gemeint sein? Was sich dann übrigens im weiteren Verlauf  des Buches bestätigt. 

Ich persönlich gehe davon aus, dass Daniel - genau wie Josua zuvor -  tatsächlich eine Jesus-Erscheinung gehabt hat. Bevor er auf der Erde geboren wurde. 
  Und auch in der folgenden nächtlichen Vision des Daniel kann kann ich eigentlich nur Jesus erkennen:
"Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht.
    Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende." (Daniel 7, 13 -14)
Persönliches Fazit:  Ich denke, dass an den in den Text eingefügten Bibelstellen deutlich wird, dass Jesus eine Vorexistenz im Himmel und eine sehr hohe Stellung bekleidet hat. Und sie kurzfristig aufgegeben hat, um uns Menschen zu erlösen. Paulus drückte dies so aus:
"Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters" (Philipper 2, 6-8)
 
  
 

Mittwoch, 6. Mai 2015

Gottes Plan und freier Wille




Der obige Bibelvers im Bild steht im Buch Daniel im Rahmen einer Prophetie, die Daniel vom Engel Gabriel erhält. 
    Wenn man die Prophetien im Buch Daniel liest, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. So wird zum Beispiel zu Beginn des 11. Kapitels exakt das Leben und Wirken Alexander des Großen (von Gabriel) vorhergesagt:
Aber jetzt will ich dir die Wahrheit mitteilen: Noch drei Könige werden in Persien auftreten; danach kommt ein vierter, der reicher wird als alle seine Vorgänger. Wenn er durch seinen Reichtum dann zu großer Macht gekommen ist, wird er alles gegen das Reich der Griechen aufbieten.

    Dann wird ein großer Held König werden und mit großer Macht herrschen. Er wird durchsetzen, was er will.

    Doch auf dem Höhepunkt seiner Macht wird sein Reich zerbrochen und nach den vier Himmelsrichtungen zerteilt werden. Es fällt aber nicht seinen Nachkommen zu, und es ist auch nicht mehr so mächtig wie unter seiner Herrschaft. Denn sein Reich wird zerrissen und wird anderen gehören, die nicht mit ihm verwandt sind. 

„Das ist nicht möglich. Das ist eine fingierte Prophetie“ , sagen die einen und unterstellen, dass das Buch Daniel erst geschrieben wurde, als Alexander der Große schon längst Geschichte war. Die Anderen sind beeindruckt von der präzisen Erfüllung der im Buch Daniel gegebenen Prophetien.
    Solange es keine nachweislichen Schriftfunde vom Buch Daniel aus dem 5.Jahrhundert vor Chr. gibt, wird dies eine Glaubensfrage bleiben. Die einen glauben, dass es ein Fake sei und die Anderen, dass Gott den Daniel die Zukunft mitgeteilt hat. 

Ich finde in dem Zusammenhang aber interessant, dass die Bibel hier einerseits als den großen Lenker der Geschichte, der seine Pläne zur Ausführung bringt, darstellt, andererseits aber auch vom freien Willen des Menschen spricht. Denn über Alexander den Großen wird gesagt: Dann wird ein großer Held König werden und mit großer Macht herrschen. Er wird durchsetzen, was er will.
    Aber dann heißt es: Doch auf dem Höhepunkt seiner Macht wird sein Reich zerbrochen und nach den vier Himmelsrichtungen zerteilt werden. Aus dem Gesamtzusammenhang wird klar, dass dieser Niedergang Alexanders ein Handeln Gottes war. 

Persönlich bin ich überzeugt davon , dass Gott der Herr und Lenker der Geschichte ist und ER einen Plan hat, den Er bislang durchgeführt hat und auch weiter durchführen wird. 
   Und wie im Großen so auch im Kleinen. Ich glaube, dass ER auch die Einzelschicksale lenkt, unter Zulassung des freien Willens und des personifizierten Bösen (Satan +Dämonen).
     Wir haben uns ja angewöhnt, den Menschen als das Maß aller Dinge zu betrachten. Aber manchmal kommt man an den Punkt der persönlichen Erschütterung … und das kann dann vielleicht - wie bei mir - der heilsame Schock sein, der zur Gotteserkenntnis führt: 
(hier clicken)

Freitag, 13. Februar 2015

Ein erbarmungsloser Christen-Verfolger


Ein Mensch namens Paulus

Folge 2:
Die erste Erwähnung von Paulus  – damals noch Saulus – fand im Zusammenhang mit der Steinigung des Christen Stephanus statt: „Und die Zeugen (der Steinigung)  legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes mit Namen Saulus ... Saulus willigte in die Tötung ein“. Es scheint so, dass Saulus trotz seines jungen Alters im jüdischen Klerus schon einne hohen Rangbekleidete.  
    Mag er in der Stephanusgeschichte mehr als „Überwacher“ fungiert haben, so erlebte man ihn in derkurz darauf in stattfindenden Christenverfolgung schon wesentlich aktiver: „Saulus aber verwüstete die Gemeinde, indem er der Reihe nach in die Häuser ging; und er schleppte sowohl Männer als auch Frauen fort und überlieferte sie ins Gefängnis.“    

   In einer späteren Verteidigungsrede bestätigte er dies mit folgenden Worten: „Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien, aufgewachsen aber in dieser Stadt und mit aller Sorgfalt unterwiesen im väterlichen Gesetz zu Füßen Gamaliels, und war ein Eiferer für Gott. ...Ich habe die neue Lehre verfolgt bis auf den Tod; ich band Männer und Frauen und warf sie ins Gefängnis,“

Leider haben wir nur die Bibel, also die Apostelgeschichte des Lukas und die Paulus-Briefe, die auf den Christenverfolger Saulus verweisen. Aber ich würde vorschlagen, dies als eine historische Tatsache zu akzeptieren.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Saulus – sicher gegen seinen Willen – mit seiner Einwilligung in den Tod des Stephanus und in der anschließenden Christenverfolgung erheblich zur Verbreitung der christlichen Lehre im damaligen Palästina beigetragen hat. Das aber aus dem hasserfüllten Christenverfolger Saulus der glühende Christusverkünder Paulus wurde, bedurfte es des sogenannten Damaskus-erlebnisses. 


Folge 2: (hier clicken)

Freitag, 30. Januar 2015

Ein Mensch namens Paulus




" Denn das müsst ihr wissen, liebe Geschwister: Das Evangelium, dass ich verkünde, ist nicht menschlichen Ursprungs. Ich habe dies Botschaft ja nicht von einem Menschen empfangen und wurde auch nicht von einem Menschen darin unterwiesen, nein, Jesus Christus hat sie mir selber offenbart.“
 
 Während Gregorius, der Älteste der Gemeinde, weiter vorlas, drifteten die Gedanken des jungen Nikomedes ab … vor seinem inneren Auge sah er wieder jenen kleinen, unscheinbaren Mann in ihr kleines Dorf kommen und ihn in der Synagoge predigen.
   Wie hatten die Augen jenes Mannes geleuchtet, als er ihnen von seiner Jesus-Erscheinung auf dem Weg nach Damaskus(Damaskuserlebnis: hier clicken) erzählt hatte. Er, Nikomedes, hatte mit ungläubigem Staunen zugehört und auch gesehen, wie hart jener Mann namens Paulus von einigen Juden attackiert worden war . Einen Lügner und Verräter hatten sie ihn genannt. Und er hatte dagestanden und einfach geschwiegen.
     Tag für Tag war jener Paulus wiedergekommen, hatte von dem Glauben an den auferstandenen Jesus gelehrt und sie aufgefordert sich zu Ihm zu bekehren. 
   Eines Tages hatte er sich ein Herz gefasst und ihn draußen vor der Synagoge einfach angesprochen: „Sag, Paulus, die Geschichte mit der Erscheinung von Jesus auf dem Weg nach Damaskus. Stimmt die wirklich?“ Paulus hatte ihn überrascht angeschaut und dann ganz ruhig geantwortet: „Ja, sie stimmt wirklich. Gott ist mein Zeuge!“
    An diesem Tag hatte Nikodemes sich zu Jesus bekehrt. Ein Wendepunkt in seinem Leben. Und dann hatte er erlebt, dass es wirklich stimmte, was jener Paulus lehrte. Seit jenem Tag erlebte er in vielen grossen und kleinen Dingen die Begleitung und Gegenwart Gottes. Jetzt wusste er aus eigener Erfahrung, dass Jesus wirklich der Weg zu Gott war.


Gewiss, eine von mir erfundene Geschichte, die sich aber so oder ähnlich in einer kleinen galatischen Stadt abgespielt haben könnte. Denn auf seiner ersten Missionsreise (hier clicken) hatte der Apostel Paulus jene Gegend (heutige Türkei) durchquert und das Evangelium vom auferstandenen Jesus verkündet.. Und später dann auch jenen berühmten Galaterbrief geschrieben.
Was in diesem Brief wirklich beeindruckt ist mit welcher Radikalität Paulus da zur Sache ging. Offensichtlich waren anderen Lehren in der Gemeinde aufgetaucht und Paulus sah sich zu einem Machtwort genötigt: „Wer immer euch ein anderes Evangelium bringt – und sei es ein anderer Apostel oder sogar ein Engel vom Himmel - … der sei verflucht!“
    Härter ging es kaum! Aber wollte man ihm wirklich Rechthaberei vorwerfen, wenn er doch tatsächlich, wie er behauptete, sein Evangelium direkt vom auferstandenen Jesus empfangen hatte?

 Wer war dieser Mensch Paulus? Ein Scharlatan oder ein wirklich persönlich von Jesus Berufener? Was erfahren wir aus der Apostelgeschichte und den Briefen über ihn? Wer war jener doch etwas rätselhafte Mensch, der massgeblich zur Verbreitung des christlichen Glaubens im ersten Jahrhundert beigetragen hat?

Montag, 13. Oktober 2014

Die Leiden von König Nebukadnezar und des jungen T.




Inwieweit sich die im Buch Daniel geschilderten um den neubabylonischen König Nebukadnezar (605 - 565 v. Chr.) wirklich so zugetragen haben, lasse ich mal dahingestellt. Es spricht Einiges für die These, dass hier Fakten und Fiktion miteinander vermischt wurden. 
    Dies aber tut dem vermittelten Lehrinhalt keinen Abbruch. Im Gegenteil! Sehr schön wird herausgearbeitet, dass Hochmut (Hybris) vor dem Fall kommen kann. Und das dies mitunter recht schnell gehen kann.

König Nebukadnezar, der mächtigste Mann seiner Zeit, hatte ein beunruhigendes Erlebnis: „ Ich, Nebukadnezar, hatte Ruhe in meinem Hause und lebte zufrieden in meinem Palast. Da hatte ich einen Traum, der erschreckte mich, und die Gedanken, die ich auf meinem Bett hatte, und die Gesichte, die ich gesehen hatte, beunruhigten mich.“ 
     In dem Traum geht es – auf den Punkt um einen überaus prächtigen früchtetragenden Baum, der von einem aus dem Himmel herabsteigenden Engel gefällt wird. Seine Ahnung, dass der Traum mit ihm selber etwas zu tun haben könnte, trog ihn nicht. Der herbeigeholte Prophet Daniel redete Klartext: „ergeht es als Ratschluss des Höchsten über meinen Herrn, den König : Man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen und du musst bei den Tieren des Feldes bleiben, und man wird dich Gras fressen lassen wie die Rinder und du wirst unter dem Tau des Himmels liegen und nass werden, und sieben Zeiten werden über dich hingehen, bis du erkennst, dass der Höchste Gewalt hat über die Königreiche der Menschen und sie gibt, wem er will. 
     Nun verhält es sich ja meist so mit den Menschen: Eine soche Ankündigung macht einen erst mal furchtsam und „demütig“. Aber wenn dann nichts passiert, denkt man, dass es vielleicht doch nur ein schlechter Traum ohne grössere Bedeutung gewesen sein könnte. Was ja oft auch stimmt. Aber in diesem Falle aber nicht
   „Denn nach zwölf Monaten, als der König auf dem Dach des königlichen Palastes in Babel sich erging, hob er an und sprach: Das ist das große Babel, das ich erbaut habe zur Königsstadt durch meine große Macht zu Ehren meiner Herrlichkeit.
Ehe noch der König diese Worte ausgeredet hatte, kam eine Stimme vom Himmel: Dir, König Nebukadnezar, wird gesagt: Dein Königreich ist dir genommen, man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen und du sollst bei den Tieren des Feldes bleiben; ...
Im gleichen Augenblick wurde das Wort erfüllt an Nebukadnezar, und er wurde verstoßen aus der Gemeinschaft der Menschen“ 

Aber das Ganze hatte wie von Daniel angekündigt ein Happy-End: Nach dieser Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen auf zum Himmel, und mein Verstand kam mir wieder und ich lobte den Höchsten. Ich pries und ehrte den, der ewig lebt, dessen Gewalt ewig ist und dessen Reich für und für währt,
gegen den alle, die auf Erden wohnen, für nichts zu rechnen sind. Er macht's, wie er will, mit den Mächten im Himmel und mit denen, die auf Erden wohnen. Und niemand kann seiner Hand wehren noch zu ihm sagen: Was machst du? 
    Die sieben von Gott verordneten Leidensjahre machten auch Nebukadnezar einen besseren Menschen und Herrscher. Denn er hatte erkannt, das ihm Alles nur gegeben worden war und er diesem wahren Herrscher des Himmels Respekt schuldete.

Eine nette historische Anekdote ohne realen Bezug? Mir fällt dazu eine Geschichte ein, die ich mehr oder weniger aus erster Hand habe. Und zwar handelt es sich dabei um einen Glaubensbruder aus meiner Anfangszeit als Christ. Ich nenne ich mal Tobias. Er war ein umsichtiger Hauskreisleiter, einfühlsamer Seelsorger und ein glücklicher Ehemann. Trotz seiner jungen Jahren (zu Recht) beliebt und anerkannt in der Gemeinde. 
    Tobias war mit seiner Frau Sabine bei einem bekannten christlichen Prediger zu Besuch gewesen und in einer gemeinsamen Gebetszeit hatte jener Prediger plötzlich ein Bild vor Augen: Er sah einen prächtigen Baum, der aber keine Früchte trug. Und er sagte dies zu Tobias, verbunden mit folgender Ankündigung: „Du bist der prächtige Baum. Aber du bringst keine Früchte. Und deshalb wird Gott großes Leid über dich kommen lassen, damit du eines Tages viel Frucht bringst!“
    Einige Monate später verbrachten Tobias und Sabine ihren Sommerurlaub in Jugoslawien. Auf der Rückreise passierte es dann. In einer Kurve fuhr Tobias einfach geradeaus und der Wagen stürzte eine Böschung hinunter. Wie durch ein Wunder überlebten beide unverletzt. Aber eine lange Leidensgeschichte nahm ihren Anfang. 
   Wie sich herausstellte war bei Tobias eine seltene Krankheit ausgebrochen. Er hatte gelegentliche Blackouts. Und konnte sich anschließend an nichts mehr erinnern. Ich selbst Augenzeuge eines solchen Vorfalls. Mitten in einer kleinen internen Andachtsrede verstummte Tobias auf einmal und starrte apathisch ins Leere. Als er wieder zu Bewusstsein kam, konnte er sich an das Vorgefallene nicht erinnern. Das war wirklich „gespenstisch“ und erschreckend zugleich .
    Die Ärzte stellten Tobias auf den Kopf ohne die Ursache für diese seltsamen Blackouts herausfinden zu können. So blieb ihm nichts Anderes übrig, als mit diesem Handikap erst einmal bis auf Weiteres zu leben. 

Ich verlor ihn kurz darauf aus den Augen, weil ich aus der Stadt fortzog und auf eine Bibelschule ging. Aber einige Zeit später war ich mal zu Besuch in der Gemeinde und sah Sabine alleine im Gottesdienst sitzen. Nachher sprach ich sie an und fragte, was mit Tobias sei. Ihre Antwort schockte mich: „Wir sind nicht mehr verheiratet. Er ist irgendwo anders hingezogen und will dort ein neues Leben beginnen!“ Ich schaute sie fragend an: „Ja, ich habe ihn verlassen. Ich kann einfach nicht mit einem Mann leben, der seinen Kontrollverlust einfach nicht akzeptieren kann.“
    Nun, ich wollte in dieser Sache nicht weiter nachbohren. Aber sie tat mir Leid, denn ich wusste, dass sie Tobias wirklich geliebt hatte und mit Sicherheit eine solche Entscheidung sich nicht leicht gemacht hatte. Und mir schauderte leicht vor dem Schicksal von Tobias. Wie im Bild vom Baum und dem Prediger angekündigt war schweres Leid in sein Leben gekommen. 
    Ich weiss nicht, wie diese Geschichte weitergegangen ist. Aber Gott macht keine Fehler. Und was ER sich vorgenommen hat führt er auch aus. Und so gehe ich auch davon aus, dass Tobias eines Tages die fehlenden Früchte am Baum getragen hat oder tragen wird.

Samstag, 9. August 2014

Raus aus dem Versteck!




Und sie hörten die Stimme Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Bäumen des Gartens. Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: "Wo bist du?"
 Da sagte er: "Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, weil ich nackt bin, und ich versteckte mich." (1. Mose 3)

Ich erinnere mich an einen sonderbare Begebenheit aus meiner Jugend. Als meine Eltern und ich nach Hause kamen begrüßte uns unsere Boxerhündin „Lady" – entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit – nur kurz und schlich dann mit gesenktem Kopf an der Wand entlang. Ein wandelndes schlechtes Hundegewissen! 
    Als wir dann ins Wohnzimmer kamen, staunten wir nicht schlecht. Mitten auf dem Teppich lag ein aufgeplatztes rohes Ei. Offensichtlich hatte „Lady“ dieses Ei mit der Schnauze aus dem Kühlschrank geholt und es dann rüber transportiert. Eine beachtliche Leistung! Aber noch beachtlicher fand ich die offensichtliche „Sündenerkenntnis“. Sie wusste, dass sie Mist gebaut hatte und fürchtete nun die Strafe. Die natürlich - wohl zu ihrer Erleichterung - ausblieb! 

Nachdem Adam und Eva im Paradies vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen hatten, wussten sie auch instinktiv, dass sie „Mist„gebaut hatten. Und sie versteckten sich vor Gott, instinktiv die Folgen ihrer Tat befürchtend. Aber ein schlechtes Gewissen ist kein sanftes Ruhekissen … und so mag Adam vielleicht sogar erleichtert gewesen sein, als er Gottes Stimme ihn rufen hörte: „Adam, wo bist du?“ Und er tat in diesem Moment das einzig Richtige, er kam aus dem Gebüsch heraus und stellte sich mit deiner Schuld vor Gott! 
     Die Strafe Gottes fiel drastisch aus, … Verlust aller paradiesischen Privilegien und am Ende des Lebens wartete nun der Tod …aber es war auch ein Neuanfang. Es ging nun unter veränderten Bedingungen weiter. 
     Auch heute noch verbergen sich Menschen mit ihrer Schuld vor Gott. Aber wenn an einen der Ruf ergeht: „…, wo bist du?“ ist es das Beste, aus dem Versteck hervorzukommen, egal, ob einen nun ein Strafgericht erwartet oder nicht. Es gibt auf jeden Fall einen Neuanfang!

Sonntag, 27. Juli 2014

Die Behauptung des Paulus - Lüge oder Wahrheit?




Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? 

Paulus ärgerte sich! Offensichtlich war in der von ihm gegründeten Korinther Gemeinde während seiner Abwesenheit starke Zweifel an der Auferstehung von den Toten aufgekommen. Und dieser Verärgerung machte er in einem Brief an die Korinther Luft. Ein Glücksfall für uns Nachgeborene. Denn so kam es zu folgender Aussage:
Ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften,
und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen. Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind. Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir …
 

Paulus machte hier unmissverständlich klar: Die Auferstehung Jesu ist eine bewiesene Tatsache. Er wäre den Zwölfen, 500 Gläubigen und zum Schluss auch ihm selber erschienen. Und zieht das Fazit: Lasst euch nicht verwirren. So wie Jesus von den Toten auferstanden ist, so werdet auch ihr von den Toten auferstehen.
    Ich denke, mit dieser Textpassage steht und fällt die Glaubwürdigkeit des Apostels. Wenn er hier gelogen haben sollte, um die Korinther wieder auf Linie zu bringen, kann man auch alles andere vergessen. Wenn es aber stimmt, so haben wir den Beweis, dass Jesus der Sohn Gottes ist!

Freitag, 25. Juli 2014

Die Jesajarolle von Qumran und die messianischen Verse





"Und es wurde ihm (Jesus)  das Buch des Propheten Jesaja gereicht; und als er das Buch aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben war:


Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Freiheit auszurufen und Blinden, dass sie wieder sehen, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen ein angenehmes Jahr des Herrn."
Und als er das Buch zugerollt hatte, gab er es dem Diener zurück und setzte sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vor euren Ohren erfüllt." (Lukas 4)

Diese kleine von Lukas berichtete Geschichte ist von großer Bedeutung. Denn erstens ist hier von einer Jesajarolle die Rede und zweitens sagte Jesus hier nichts anderes als: "Ich bin der Messias (Erlöser), der vom Propheten Jesaja angekündigt wurde und auf den ihr schon so lange wartet!"

Und in der Tat, die Aussagen des Propheten Jesaja über den zukünftigen Gottesknecht haben eine solch hohe Übereinstimmung mit dem Leben Jesu, dass er eigentlich nur der angekündigte Messias sein kann. Nehmen wir nur einmal die vielleicht bekannteste Stelle aus dem 53. Kapitel:
  "Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet. Jedoch unsere Leiden - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. 
...  aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf ..."

Deutlicher konnte man das Kommen Jesu und sein Erlösungswerk wohl kaum vorhersagen. Aber das was nicht sein darf, das nicht sein kann! Nach dieser Maxime vorgehend behaupteten die Bibelkritker einfach: "Die Sache ist doch völlig eindeutig. Die ersten Christen haben die Jesajarolle nachträglich mit dem messianischen Versen angereichert, um ihren Jesus als den Messias zu beweisen."

Halten wir fest, dass also auch die Bibelkritiker diese hohe Übereinstimmung zwischen Prophetie und dem Leben Jesu gesehen haben. Sie allerdings für gefakt hielten.
    Sie hatten allerdings Pech!  Denn  zwischen 1947 und 1956 wurden im Westjordanland in elf Felshöhlen die sogenannten Qumran(schrift-)rollen entdeckt.  Darunter befand sich auch eine so gut wie vollständig erhaltene Abschrift des biblischen Jesajabuches:
"Die aus der Zeit um 200 v. Chr. stammende Jesajarolle gibt auf 7,34 m nahezu lückenlos den Text des Prophetenbuchs Jesaja wieder. Dieser deckt sich bis auf wenige unbedeutende Abweichungen mit der bis dahin ältesten vollständigen Bibelhandschrift, dem Codex Leningradensis von 1008 n. Chr." (Wikipedia)


http://bibelausstellung.eduxx-irs.de/home/navi1040_1419_die-bedeutung-der-jesajarolle

Im Klartext heisst das: Die messianischen Aussagen des Jesajabuches sind vor der Zeit von Jesus Christus abgefasst worden. Ein schwerer Schlag für alle Bibelkritiker. Ihre Behauptung eines Fakes durch die ersten Christen ist damit eindeutig widerlegt.

Fazit: Die messianischen Verse der in Qumran gefundenen Jesajarolle  sind ein starker Hinweis auf den Messias und (Welt-) Erlöser Jesus Christus





Donnerstag, 19. Juni 2014

In der Fußspur von Jesus: Die wundersame Brotvermehrung



 Das Foto ist von: http://www.bigfoto.com

„Und als Jesus das hörte, zog er sich von dort in einem Schiff abseits an einen einsamen Ort zurück. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte sie ihm aus den Städten zu Fuß nach. Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken.

Und als es Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist einsam, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlasse das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen! Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben es nicht nötig, wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!
 Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische. Da sprach er: Bringt sie mir hierher! Und er befahl der Volksmenge, sich in das Gras zu lagern, und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie dem Volk.

Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, zwölf Körbe voll. Die aber gegessen hatten, waren etwa 5 000 Männer, ohne Frauen und Kinder.“ (aus Matthäus 14)


Diese Geschichte der wundersamen Brotvermehrung sprengt natürlich jeden normalen Rahmen. So etwas scheint schlichtweg unvorstellbar und allen Erfahrungswerten zu widersprechen. Es wäre aber, wenn sie nicht stimmen würde, eine bewusste und arglistige Täuschung des Apostel Matthäus und auch der anderen Apostel, die – als vorgebliche Augenzeugen - an einen Wundertäter namens Jesus glauben machen wollten


Nun nehmen wir aber einmal an, die Dinge hätten sich genauso zugetragen, wie in der Geschichte geschildert. Und mehr noch, wir wären als einer der 5000 „Gespeisten“ dabei gewesen. Also ich stelle mir mal vor, ich – ein damaliger Skeptiker - hätte von Jesus und seinen Heilungstaten gehört und hätte mich der Menschenmenge angeschlossen, um mir ein genaueres Bild zu machen. Und dann hätte ich dieses „Brotwunder“ erlebt.


Also, ich denke, ich hätte gedacht, dass dieser Mensch wirklich einzigartig ist und mit dem  von ihm verkündeten Gott in einer sehr engen Verbindung sein muss. Und hätte ihm vermutlich auch alles „abgekauft“, was er sonst noch so gesagt und getan hätte.


Und somit steht diese Geschichte nun als Herausforderung im Raume. Ist sie eine Erfindung verlogener und betrügerischer Jünger oder hat sie tatsächlich so stattgefunden, und wäre somit quasi ein Gottesbeweis?
Keine kleine Herausforderung, denn der Apostel Petrus hat später noch nachgelegt und zugespitzt formuliert: Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben (als der Name Jesus), in dem wir gerettet werden sollen!

Dienstag, 20. Mai 2014

Ernsthaftes Beten vermag viel zu bewirken

 
Das Foto ist von http://www.bigfoto.com/

Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt; aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott. Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Soldaten, gebunden mit zwei Ketten, und Wächter vor der Tür verwahrten das Gefängnis.
   Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete im Kerker; und er schlug Petrus an die Seite, weckte ihn und sagte: „Steh schnell auf!“ Und die Ketten fielen ihm von den Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und binde deine Sandalen unter! Er aber tat es. Und er spricht zu ihm: „Wirf dein Oberkleid um und folge mir!“ Und er ging hinaus und folgte und wusste nicht, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; er meinte aber, eine Erscheinung zu sehen.

   Als sie aber durch die erste und die zweite Wache gegangen waren, kamen sie an das eiserne Tor, das in die Stadt führte, das sich ihnen von selbst öffnete; und sie traten hinaus und gingen eine Straße entlang, und sogleich schied der Engel von ihm.

   Und als Petrus zu sich selbst kam, sprach er: „Nun weiß ich in Wahrheit, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich gerettet hat aus der Hand des Herodes und aller Erwartung des Volkes der Juden.“ (Apostelgeschichte 12)


Vereinfacht gesagt geht es in der Geschichte darum, dass König Herodes den Petrus ins Gefängnis geworfen hatte und so der neuen christlichen Bewegung in Palästina den „Kopf“ abschlagen wollte. Aber er hatte die Rechnung ohne den Wirt – in diesem Falle die Jerusalemer Gemeinde gemacht. Die beteten ohne Unterlass für die Freilassung des Petrus. Und – das erbetene WUNDER geschah. So jedenfalls erzählt es das Neue Testament 

Ob jemand dieser Geschichte nun glaubt oder nicht, bleibt jedem selber überlassen. Ich tue es! Für mich aber bedeutsam ist hier der geschilderte Zusammenhang zwischen Fürbitte und Wunder! Man könnte sich hier die interessante Frage stellen, ob Gott auch ohne die Fürbitte der Gemeinde das Wunder gewirkt hätte. Persönlich wäre ich mir da nicht so sicher, aber das bleibt natürlich Spekulation.
   So aber blieb am Ende des Tages wieder mal die Erkenntnis: Ein ernstlich Gebet vermag viel zu bewirken!